Warum die Meditation ein perfektes Werkzeug ist

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Vor gar nicht so langer Zeit wurde man in der normalen Bevölkerungsschicht verpönt und in die esoterische Schublade gesteckt, wenn man verlauten lies, dass man jeden Tag meditiert. Dabei nutzen die erfolgreichen Menschen dieses Werkzeug schon lange und das hat seinen Grund, den ich dir in den folgenden Zeilen nenne.

Die Kunst der Meditation

Seit vielen tausend Jahren wird die Heilkraft der Meditation geschätzt. Doch erst seit wenigen Jahren wird sie intensiv erforscht und vor allem von vielen Menschen genutzt. Ganze Studien befassen sich mit diesem Thema und bringen belegbare Nachweise, als wenn niemand vorher daran geglaubt hätte. Okay, dem war so, denn es galt als „anders“, wenn man meditiert, ja sogar als Spinner wurden diese Menschen geächtet. Zumindest in unserer überheblichen Kultur.
Es wurden sofort Unmengen an Räucherkrams, spacige Klänge und dickbäuchige Buddas damit assoziiert. Denn die Christen waren überhaupt nicht von dieser Methode angetan, wie sie von vielen Dingen weder angetan waren, noch heute sind. Nicht mein Gedankengut, soviel steht fest. Ich verurteile niemand, egal welche Religion er ausübt, aber Missionieren geht gar nicht. Ich bin also weder ein gläubiger Buddhist, noch irgendetwas in dieser Richtung. Auch wenn ich den Gedanken an die Wiedergeburt irgendwie fancy und beruhigend finde.

Die Meditations Grundzüge sind einfach und schnell erklärt. Du setzt dich bequem hin, schließt deine Augen, achtest bewusst auf deine Atmung und lässt alles weiterziehen, was sich kurzzeitig vor deinem inneren Auge aufhält. Das klingt so leicht und ist doch gar nicht so einfach, denn in unserer Kultur haben die meisten Menschen verlernt zur Ruhe zu kommen. Wenn ich von Ruhe spreche, dann meine ich wirkliche Ruhe und die bekommst du nicht, wenn du dich auf dem Klo einschließt.

Alles Fokus oder was

Kannst du dir vorstellen, dass dir ca. 60.000 Gedanken am Tag durch den Kopf gehen? Das sind Unmengen von Daten und dein Gehirn kümmert sich nicht darum, ob es dir gut geht oder nicht. Der Gedankenfluss reisst jeden klaren Gedanken fort.
So geht es fast jedem Menschen, der ein normales Leben lebt, also Mainstream ist. Die Folgen sind vielfältig und reichen von einem negativen Gedanken bis hin zum kompletten Durchdrehen und körperlichen Symptomen. Die bekannteste Zwischenstation dürfte der BurnOut sein. In jedem Fall hast du keinerlei Fokus mehr und verlierst dich in deinen kurzen und trügerischen Gedanken.

Die Meditation hilft genau diesen Fokus nicht zu verlieren, beziehungsweise zu festigen. Ganz nebenher reduziert eine richtig ausgeführte Meditation den Stresslevel und bringt dich geistig und körperlich zur Ruhe.

Dein Vagusnerv spielt hierbei die Hauptrolle. Für Nerds, der Vagusnerv ist der zehnte Nerv des Parasympathikus und ist für Ruhe im Körper zuständig. Beim Meditieren tust du also nicht nichts, sondern trainierst deinen Vagusnerv. Die Folgen sind Gelassenheit, Achtsamkeit und mehr Energie. Es geht sogar noch weiter, denn eine Meditation senkt dein Schmerzempfinden und sorgt für neue Verknüpfungen in deinem Denkapparat.
Das ganze Zusammenspiel sorgt für einen messerscharfen Fokus, den du als Unternehmer durchaus brauchen kannst.

Techniken

Die wohl bekannteste Form ist das Sitzen im Schneidersitz, bis die Beine einschlafen, was im Übrigen durch eine erfolgreiche Meditation verhindert wird. Alternativ kannst du auch knien. Dabei kannst du verschiedene Techniken anwenden.

Du konzentrierst dich nur auf deinen Atem und kommst richtig runter. Du kannst auch deinen ganzen Körper bewusst wahrnehmen, als stiller Beobachter sozusagen.
Anders und etwas aktiver geht es auch. Hierbei ist Yoga vermutlich die bekannteste Technik. Also wenn du zappelig bist und nicht still halten kannst, dann versuche es mal mit Yoga. Alternativ kannst du in den Wald gehen und immer auf den gleichbleibenden Schrittrhythmus achten. Wenn du deinen Sabbel nicht halten kannst, dann ist ein Mantra ideal für dich. Das kann ein einfaches Om sein, oder eine Affirmation.

Wenn du noch keine Berührung mit dem Thema hattest, dann versuch erstmal sitzend dich auf deine Atmung zu konzentrieren. Sei nicht traurig, wenn dir die fünf Minuten wie Stunden vorkamen. Das passiert nunmal. Gib nicht auf und finde die passende Meditationstechnik für dich.

Meine Meditation

Ich für meinen Teil sitze morgens ganz früh, wenn die Stadt noch schläft, am offenen Fenster und verharre dort bis zu einer Stunde, beziehungsweise bis mein Wecker mich langsam aus den Tiefen zurückholt.

Dabei beginne ich mit einigen bewussten Atemzügen und schon bin ich ganz weit weg. Ich nehme alles um mich herum wahr, rege mich nur nicht. Meine Atmung ist ganz langsam und flach. Dieser Zustand ist wahnsinnig erholsam. Ich habe keinerlei Gedanken an den Tag oder den gestrigen, ich denke an rein gar nichts. Nach dieser Stunde bin ich erholt und voll im Fokus, der sich über den ganzen Tag hält.
Ein Tag ohne Meditation verläuft bei mir ganz anders, dann bin ich unruhig und denke an viele Dinge gleichzeitig, bis der Kopf heiß ist. Das ist definitiv ein schlechterer Tag.
Es heißt so schön, wie du deinen Tag beginnst, so wird er verlaufen. Das unterschreibe ich zu 100 Prozent.

Fazit

Give it a try! Versuch es einfach mal und lass dich nicht entmutigen. Bis es so funktioniert habe ich ungefähr ein Jahr gebraucht. Heute möchte ich es nicht mehr missen und es ist ein Teil meines Lebens geworden. Davon haben meine Kunden Vorteile, denn ich bin den Tag über voll im Fokus, ganz ohne Stress.